Wieder online: Kino.to schlägt mit Kinox.to zurück

Kino.to: Bietet Behörden mit Neuauflage Paroli (Foto: kino.to)
13.07.2011

Das aus dem Netz genommene Streaming-Portal Kino.to, gegen dessen mutmaßliche Betreiber ein Verfahren läuft, ist unter dem Namen Kinox.to wieder online gegangen. Die Drahtzieher stammen laut GVU wohl aus den gleichen Kreisen.

Die berüchtigte Streaming-Plattform Kino.to ist unter dem Namen Kinox.to wieder auferstanden. Selbst die europaweiten Razzien, über ein Dutzend Verhaftungen und das laufende Verfahren gegen die mutmaßlichen Betreiber ließen die Szene nicht vor einem Neustart zurückschrecken. Zwar befinden sich die federführenden Beschuldigten im Kino.to-Prozess nach wie vor in Untersuchungshaft. "Es gibt aber Hinweise auf eine enge Verknüpfung mit den Kinox.to-Drahtziehern", sagt Christine Ehlers, Sprecherin der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), im Gespräch mit pressetext.

Die Staatsanwaltschaft ist über die Neuauflage des Streaming-Portals bereits informiert. "Sofern die Betreiber den Kino.to-Kreisen zugerechnet werden können, werden auch mögliche Tatbestände durch Kinox.to in das laufende Verfahren mit einfließen", erklärt Ehlers. Darin ist die Staatsanwaltschaft aktuell mit weiteren Vernehmungen der Angeklagten und der Auswertung von Daten beschäftigt. Kinox.to und die GVU, die bei den Ermittlungen gegen Kino.to eine zentrale Rolle eingenommen hat, überhäufen sich unterdessen mit gegenseitigen Provokationen.

Kleinkrieg um die User

"Insgesamt macht das Verfahren schon jetzt deutlich, dass die Köpfe hinter dem parasitären System Kino.to eindeutig wirtschaftlich motivierte Kriminelle sind", lässt die GVU wissen. "Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen, nur weil ihr haufenweise Geld habt?", fragt hingegen Kinox.to die GVU, Filmindustrie und Staat. "Wie kann es sein, dass harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern gestellt werden? Merkt ihr überhaupt noch was in eurem Wahn?", heißt es auf der neuen Version der Streaming-Seite.

Das Ausmaß der Kino.to-"Geschäftemacherei" kann laut GVU erst nach Auswertung beschlagnahmter Server und Unterlagen durch die Ermittlungsbehörden festgestellt werden. Welches Volumen darin steckt, wird aber alleine an der weniger bekannten Plattform Drei.to deutlich. Die GVU will die Strafverfolgung und sowohl bestehende als auch zukünftige Verfahren gegen "solche digitalen Hehler" weiterhin unterstützen. Den Usern sei die Illegalität der Angebote spätestens angesichts des medialen Interesses am Fall Kino.to bewusst geworden. Kinox.to versichert hingegen: "Macht euch keine Sorgen, wir haben nie Daten gespeichert und werden es auch weiterhin nicht tun."

(pte/pb)

38
Kommentare insgesamt

BlueEyed D.
13.07.2011 17:18
Gast
gute Leude !!

Shawn Harper
13.07.2011 17:43
reg. Mitglied
Top!!!!

Robert F.
13.07.2011 18:10
reg. Mitglied
Wie passend das der Spion unter der Meldung folgenden Link liegen hat:
3D-Trend lässt Paramount Rekorde brechen
http://www.mv-spion.de/themen...ekorde-brechen/6306
Das es diese Projekte überhaupt gibt liegt einem verschlafenen Marktverhalten des Industriezweigs zugrunde. Ein ähnliches Projekt, legal für einen angemessen geringen Monatsbetrag, würde Millionen machen.... aber das würde "offenbar" nicht reichen.

M4rt1n
13.07.2011 18:33
reg. Mitglied

Erkan Alles
13.07.2011 18:45
reg. Mitglied
:part y:

Da K.
13.07.2011 19:09
Gast

Mathias B.
13.07.2011 21:33
Gast
Einfach mal wieder ins Kino gehen. Ohne .to .

Jörg der E.
14.07.2011 08:21
reg. Mitglied
kino ist schön, aber,
habe gestern zufällig beim ndr1 rmv, 2 karten für den harry potter film gewonnen. deshalb war ich mal wieder im kino.
wenn man aber da die preise sieht, die die für eine kleine tütte popcorn haben wollen und für getränke, da wird mir schlecht.. dafür muss ich eine stunde arbeiten gehen damit ich dieses zahlen kann!
das kann sich kein normaler mensch in mv leisten.
dann brauch man sich nicht wunder, warum es diese seiten immer noch gibt.

Erkan Alles
14.07.2011 08:22
reg. Mitglied
nö, "Werner" war wiedermal ein reinfall. Es reicht einfach.
Dafür hätte sich nichmal die ladezeit beim Stream glohnt, ebenso die 9 Euro

Dein V.
14.07.2011 14:29
reg. Mitglied
Da merken wir, wie der Staat gnadenlos die Profitinteressen der Medienkonzerne durchboxt.
Diese Geldsäcke, die dafür sorgen, dass normale Menschen, welche sich Kulturgüter wie Kinogänge nimmer leisten können, fünf Jahre lang weggesperrt werden, und danach auf Ewig von horrenden Geldforderungen (ohne Gegenleistung) verfolgt bleiben, gehören enteignet und zum Kinosaalausfeger für 5€/h degradiert, damit se Mal merken, dass das große Geld nur für die Allerwenigsten auf Bäumen wächst.
Und dann dürfen se uns Mal zeigen, wie auf jener Grundlage legal ein Kulturell erfülltes Leben verwirklicht wird.
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