Australien will japanischen Walfang stoppen
City- & Szenenews
Getötete Pilot-Wale auf den Faröer Inseln Foto: GNU Free Documentation License
08.02.2008
Australische Zollbeamte haben erschütternde Bilder von getöteten Walen veröffentlicht und damit ein weltweites Medien-Echo ausgelöst. Die Fotos zeigen einen japanischen Walfang-Trawler, der gerade eine Zwergwal-Mutter und deren Kalb an Bord des Schiffes bringt.
Der australische Innenminister, Bob Debus, erklärte, dass diese Bilder die Weltöffentlichkeit davon überzeugt hätten, dass Wale nicht weiter gefischt werden dürften. Doch nicht nur das Medien-Echo soll Japan zu einem Einlenken zwingen. Australien will offiziellen Protest einlegen und Japan darüberhinaus anklagen. Allerdings ist bislang völlig unklar, welches Gericht für eine solche Klage überhaupt zuständig sei.
Die Reaktionen aus Japan lassen dort kein Umdenken in der Walfang-Frage erkennen. Die japanische Fischereibehörde beschuldigte die australischen Zollbeamten, die die Fotos von ihrem Schiff gemacht hatten, dass sie den Walfängern gefährlich nahe gekommen seien. Der Chef der Fischereibehörde, Hideki Moronuki, kommentierte das australische Vorgehen in einem Interview: "Das sind waghalsige Aktionen, wie sie sonst nur von Greenpeace und Sea Shepherd ausgeführt werden."
Die japanische Behörde bestätigte Vermutungen, wonach die emotionale Pressekampagne Australiens die bislang guten und freundschaftlichen Beziehungen beider Länder erheblich abkühlen könnte.
Seit der letzten Festlegung der Walfangquoten 1986 darf Japan jährlich bis zu 1.000 Wale zu Forschungszwecken töten. Viele Tierschutzorganisationen und Umweltschützer sehen in diese Massentötung allerdings keinerlei wissenschaftlichen Nutzen. Sie befürchten, dass die gefangenen Tiere lediglich für den japanischen Feinschmecker-Markt sterben müssen.
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Australische Zollbeamte haben erschütternde Bilder von getöteten Walen veröffentlicht und damit ein weltweites Medien-Echo ausgelöst. Die Fotos zeigen einen japanischen Walfang-Trawler, der gerade eine Zwergwal-Mutter und deren Kalb an Bord des Schiffes bringt.
Der australische Innenminister, Bob Debus, erklärte, dass diese Bilder die Weltöffentlichkeit davon überzeugt hätten, dass Wale nicht weiter gefischt werden dürften. Doch nicht nur das Medien-Echo soll Japan zu einem Einlenken zwingen. Australien will offiziellen Protest einlegen und Japan darüberhinaus anklagen. Allerdings ist bislang völlig unklar, welches Gericht für eine solche Klage überhaupt zuständig sei.
Die Reaktionen aus Japan lassen dort kein Umdenken in der Walfang-Frage erkennen. Die japanische Fischereibehörde beschuldigte die australischen Zollbeamten, die die Fotos von ihrem Schiff gemacht hatten, dass sie den Walfängern gefährlich nahe gekommen seien. Der Chef der Fischereibehörde, Hideki Moronuki, kommentierte das australische Vorgehen in einem Interview: "Das sind waghalsige Aktionen, wie sie sonst nur von Greenpeace und Sea Shepherd ausgeführt werden."
Die japanische Behörde bestätigte Vermutungen, wonach die emotionale Pressekampagne Australiens die bislang guten und freundschaftlichen Beziehungen beider Länder erheblich abkühlen könnte.
Seit der letzten Festlegung der Walfangquoten 1986 darf Japan jährlich bis zu 1.000 Wale zu Forschungszwecken töten. Viele Tierschutzorganisationen und Umweltschützer sehen in diese Massentötung allerdings keinerlei wissenschaftlichen Nutzen. Sie befürchten, dass die gefangenen Tiere lediglich für den japanischen Feinschmecker-Markt sterben müssen.
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