Einmal Bewährung, bitte!
City- & Szenenews
21.06.2011
Im Alkoholrausch fuhr er drei Menschen zu Tode. Zweieinhalb Jahre sollte er dafür ins Gefängnis - eine zu harte Strafe, wie der Angeklagte, dem eine Bewährungsstrafe besser gefiele, befindet.
Die Nacht des 7. Juni 2009. Infolge eines Streits auf einer Party in Leverkusen steigt Pascal B. in sein Fahrzeug - mit 2,1 Promille im Blut, ohne Licht. Nach zehn Kilometern prallt er auf der A59 zunächst gegen die Mittelleitplanke; einen Augenzeugen, der ihn zum Aussteigen bewegen will, geflissentlich ignorierend. Anschließend fährt er als Geisterfahrer sechs Kilometer weiter. Dabei fährt er frontal in den Wagen einer Düsseldorfer Kleinfamilie - die 78-jährige Großmutter, die 32-jährige Ehefrau und Mutter sowie die einjährige Tochter sterben. Nur Ilaz Vokrri, der 43-jährige Familienvater, der am Steuer des Wagens saß, überlebt.
Der 23-jährige Kfz-Mechaniker wurde dahingehend zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Eine zu harte Strafe, wie er meint: Am Montag zog er, wie RP Online berichtet, per Berufung vor das Landgericht; pocht auf Bewährung.
"Er hat drei Menschen auf dem Gewissen"
Zunächst hatte Pascal B. die tödliche Alkoholfahrt vor dem Amtsgericht gestanden, die schwerwiegenden Folgen seines Handelns bedauert. Ein Verhalten, woraus für ihn eine "Strafe am unteren Rand" folgte, wie das Landgericht am Montag erneut bemerkte. Nun legte der junge Mann aus Hilden dennoch Berufung ein und hofft auf Bewährung. In den Augen des Staatsanwalts Dirk Mücke "unvorstellbar": Die Strafe, die Pascal B. erhielt, sei bereits "mehr als milde" gewesen. "Der Angeklagte hat drei Menschen auf dem Gewissen", betont Mücke laut der Bild. Mücke wolle sich nun für eine noch höhere Strafe, aufgestockt auf drei Jahre und neun Monate Haft, einsetzen. Die Verteidigung hingegen hat eine andere Idee: "Wir müssen prüfen, ob er bei 2,1 Promille schuldfähig war." Im Zuge dessen soll beim nächsten Prozesstermin am 31. August ein Sachverständiger befragt werden.
Die Frage der Schuldunfähigkeit - die sich für das Gericht eigentlich nicht stellt. Auf eine mildere Strafe könne er nicht hoffen, hieß es laut RP Online seitens des Richters. Bereits in erster Instanz wurde das Urteil vom Amtsgericht von der Tatsache untermauert, dass Pascal B. nach dem ersten Unfall noch mit einem Freund telefonierte - sowie von der Tatsache, dass er trotz hohen Alkoholeinflusses fast 20 Kilometer zurücklegen konnte. Jemand, der so "zweck- und zielgerichtet" handelt, könne schließlich nicht schuldunfähig, sondern allenfalls in seiner Verantwortung eingeschränkt gewesen sein. Im Zuge dessen schlug der Richter nun vor, die Strafe bei zweieinhalb Jahren Haft zu belassen: "Der Angeklagte würde gleich in den offenen Vollzug kommen." Pascal B. dachte eine Viertelstunde darüber nach, lehnte dann aber auch diesen Vorschlag ab. In der Hoffnung auf Bewährung.
"Ich habe der Justiz vertraut"
"Ich habe einen Großteil meiner Familie verloren", sagt Ilaz Vokrri laut RP Online. Der Bild zufolge ergänzt der Vater zweier weiterer Kinder: "Ich lebe nur für meine Kinder weiter. Mein Leben wurde vor zwei Jahren und 13 Tagen zerstört. Hätte der junge Mann die Strafe akzeptiert, hätte ich an seine angebliche Reue geglaubt. So aber nicht." Stattdessen wird nun ein Sachverständiger zu Rate gezogen. "Ich habe der Justiz vertraut", sagt Vokrri, "aber das hier ist schwer zu verstehen."
(nm)
Im Alkoholrausch fuhr er drei Menschen zu Tode. Zweieinhalb Jahre sollte er dafür ins Gefängnis - eine zu harte Strafe, wie der Angeklagte, dem eine Bewährungsstrafe besser gefiele, befindet.
Die Nacht des 7. Juni 2009. Infolge eines Streits auf einer Party in Leverkusen steigt Pascal B. in sein Fahrzeug - mit 2,1 Promille im Blut, ohne Licht. Nach zehn Kilometern prallt er auf der A59 zunächst gegen die Mittelleitplanke; einen Augenzeugen, der ihn zum Aussteigen bewegen will, geflissentlich ignorierend. Anschließend fährt er als Geisterfahrer sechs Kilometer weiter. Dabei fährt er frontal in den Wagen einer Düsseldorfer Kleinfamilie - die 78-jährige Großmutter, die 32-jährige Ehefrau und Mutter sowie die einjährige Tochter sterben. Nur Ilaz Vokrri, der 43-jährige Familienvater, der am Steuer des Wagens saß, überlebt.
Der 23-jährige Kfz-Mechaniker wurde dahingehend zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Eine zu harte Strafe, wie er meint: Am Montag zog er, wie RP Online berichtet, per Berufung vor das Landgericht; pocht auf Bewährung.
"Er hat drei Menschen auf dem Gewissen"
Zunächst hatte Pascal B. die tödliche Alkoholfahrt vor dem Amtsgericht gestanden, die schwerwiegenden Folgen seines Handelns bedauert. Ein Verhalten, woraus für ihn eine "Strafe am unteren Rand" folgte, wie das Landgericht am Montag erneut bemerkte. Nun legte der junge Mann aus Hilden dennoch Berufung ein und hofft auf Bewährung. In den Augen des Staatsanwalts Dirk Mücke "unvorstellbar": Die Strafe, die Pascal B. erhielt, sei bereits "mehr als milde" gewesen. "Der Angeklagte hat drei Menschen auf dem Gewissen", betont Mücke laut der Bild. Mücke wolle sich nun für eine noch höhere Strafe, aufgestockt auf drei Jahre und neun Monate Haft, einsetzen. Die Verteidigung hingegen hat eine andere Idee: "Wir müssen prüfen, ob er bei 2,1 Promille schuldfähig war." Im Zuge dessen soll beim nächsten Prozesstermin am 31. August ein Sachverständiger befragt werden.
Die Frage der Schuldunfähigkeit - die sich für das Gericht eigentlich nicht stellt. Auf eine mildere Strafe könne er nicht hoffen, hieß es laut RP Online seitens des Richters. Bereits in erster Instanz wurde das Urteil vom Amtsgericht von der Tatsache untermauert, dass Pascal B. nach dem ersten Unfall noch mit einem Freund telefonierte - sowie von der Tatsache, dass er trotz hohen Alkoholeinflusses fast 20 Kilometer zurücklegen konnte. Jemand, der so "zweck- und zielgerichtet" handelt, könne schließlich nicht schuldunfähig, sondern allenfalls in seiner Verantwortung eingeschränkt gewesen sein. Im Zuge dessen schlug der Richter nun vor, die Strafe bei zweieinhalb Jahren Haft zu belassen: "Der Angeklagte würde gleich in den offenen Vollzug kommen." Pascal B. dachte eine Viertelstunde darüber nach, lehnte dann aber auch diesen Vorschlag ab. In der Hoffnung auf Bewährung.
"Ich habe der Justiz vertraut"
"Ich habe einen Großteil meiner Familie verloren", sagt Ilaz Vokrri laut RP Online. Der Bild zufolge ergänzt der Vater zweier weiterer Kinder: "Ich lebe nur für meine Kinder weiter. Mein Leben wurde vor zwei Jahren und 13 Tagen zerstört. Hätte der junge Mann die Strafe akzeptiert, hätte ich an seine angebliche Reue geglaubt. So aber nicht." Stattdessen wird nun ein Sachverständiger zu Rate gezogen. "Ich habe der Justiz vertraut", sagt Vokrri, "aber das hier ist schwer zu verstehen."
(nm)
Also dem Vater muß ich recht geben, mit Reue hat das bei dem Typen nichts zutun. Wird lediglich gespiele gewesen sein um eine mildere Strafe zubekommen, wie es leider zu oft vorkommt. Wer Scheiße baut muß dafür gerade stehen egal ob unter Alk, Drogen oder was auch immer.
Ich bekomm das kotzen wenn immer die Frage nach der Schuldfähigkeit kommt.
Ich bekomm das kotzen wenn immer die Frage nach der Schuldfähigkeit kommt.
bei drei toten würde ich als täter zumindestens reue zeigen und das milde urteil akzeptieren .wie egoistisch und kaltblütig !!!!wie sagte herr kachelmann..gaga justiz .also wenn ich drei menschen auf dem gewissen hätte wäre ich ganz kleinlaut wenn ich das überhaupt verarbeiten würde!eine noch höhere strafe in zweiter instanz wäre die logische schlußfolgerung für soviel frechheit .wundere mich immer wieder wie wie menschen so kalt sein können
Unglaublich..... Da stellt sich mir die Frage nach der Gerechtigkeit unserer Justiz! Wie kann es sein das ein Hells Angel den Staat um 19.000€ erleichtert und dafür OHNE Bewährung 2 Jahre und 3 Monate bekommt.
Während ein total Bekloppter nicht mal annähernd für seine Straftat gerade stehen will. 3 Menschen auf dem Gewissen und 2,5 Jahre?? Aus meiner Sicht ist das Mord schlicht und ergreifend. Wer im Suff seine "Schwanzverlängerung" entgegen der Fahrtrichtung in ein anderes KFZ rammt kann doch nicht auch noch so dreist sein und auf Bewährung pochen!?!......
Während ein total Bekloppter nicht mal annähernd für seine Straftat gerade stehen will. 3 Menschen auf dem Gewissen und 2,5 Jahre?? Aus meiner Sicht ist das Mord schlicht und ergreifend. Wer im Suff seine "Schwanzverlängerung" entgegen der Fahrtrichtung in ein anderes KFZ rammt kann doch nicht auch noch so dreist sein und auf Bewährung pochen!?!......
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