Haben Tiere ein Recht auf Privatsphäre?
City- & Szenenews
02.05.2010
Ein englischer Filmexperte mahnt: Naturfilmer würden häufig ethische Grenzen überschreiten. Vor allem dann, wenn sie Tiere bei der Geburt oder beim Sex filmen. Mit der Meinung, auch Tiere hätten ein Recht auf Privatsphäre, steht er nicht alleine da.
Brett Mills von der School of Film and Television Studies der Universität East Anglia hat nicht grundsätzlich etwas gegen Tierdokumentationen. Laut pressetext.de hält er sie sogar für ausgesprochen wichtig. "Durch ihre Aufklärungsarbeit haben [sie] eine entscheidende Rolle für die Mobilisierung von Bürgern in Umweltdebatten", so der Experte.
Allerdings sieht er nach Analyse einer BBC-Reihe von 2009 immer wieder die Rechte der Tiere beschnitten. "Klingt es auch verrückt, auf ein "Tierrecht auf Privatsphäre" zu pochen, so können wir nie wirklich wissen, ob Tiere ihr Einverständnis geben. Vielmehr geben sie oft zum Ausdruck, dass sie im Moment lieber nicht beobachtet werden wollen."
Den Tieren ihre Würde lassen
Als Beispiel führt der Filmanalyst eine Szene der BBC-Reihe an, in der ein Narwal unter der arktischen Eisschicht gefilmt wurde. Das Tier weicht ganz offensichtlich vor der Kamera zurück. "Statt ihn alleine zu lassen berichteten die Filmemacher, ihre neue Kameratechnik erlaube es, das Tier weiter zu verfolgen. Man fragt sich stets, wie Tiere gefilmt werden sollen - nicht jedoch, ob es überhaupt angebracht ist", so Mills.
Es gehe um die Würde der Tiere, die der Filmexperte besonders dann verletzt sieht, wenn die Tiere in ganz privaten Momenten wie bei der Geburt oder beim Sex gefilmt würden. Und er ist mit dieser Meinung nicht allein. Im Interview sagte der Züricher Tieranwalt Antoine F. Goetschel: "Dem Tier wird durch das Filmen der Intimität kein messbares Leid zugefügt. Allerdings ist es eine Frage des Umgangs mit dem Tier, da es durch solche Aufnahmen sehr wohl verdinglicht und ein Stück auch erniedrigt wird."
Die Politik zieht mit
Und tatsächlich gibt es längst Empfehlungen diesbezüglich, auch aus der Politik. Bereits 1994 veröffentlichte das Europaparlament eine "Entschließung zum Wohlergehen und dem Status von Tieren in der Gemeinschaft". Dabei wird an die Filmwirtschaft appelliert, nicht unkritisch Szenen zu übertragen, die die Würde des Tieres verletzen. In der Schweiz ist die Würde des Tieres in der Bundesverfassung verankert.
Dennoch dürften solche Gedankengänge selbst manchem Tierfreund neu sein. Heißt also Tierschutz auch, den Tieren ethische Rechte zuzugestehen, die uns bei uns Menschen ganz selbstverständlich erscheinen? Die Tiere jedenfalls werden sich nicht selbst dazu äußern können.
(pb)
Ein englischer Filmexperte mahnt: Naturfilmer würden häufig ethische Grenzen überschreiten. Vor allem dann, wenn sie Tiere bei der Geburt oder beim Sex filmen. Mit der Meinung, auch Tiere hätten ein Recht auf Privatsphäre, steht er nicht alleine da.
Brett Mills von der School of Film and Television Studies der Universität East Anglia hat nicht grundsätzlich etwas gegen Tierdokumentationen. Laut pressetext.de hält er sie sogar für ausgesprochen wichtig. "Durch ihre Aufklärungsarbeit haben [sie] eine entscheidende Rolle für die Mobilisierung von Bürgern in Umweltdebatten", so der Experte.
Allerdings sieht er nach Analyse einer BBC-Reihe von 2009 immer wieder die Rechte der Tiere beschnitten. "Klingt es auch verrückt, auf ein "Tierrecht auf Privatsphäre" zu pochen, so können wir nie wirklich wissen, ob Tiere ihr Einverständnis geben. Vielmehr geben sie oft zum Ausdruck, dass sie im Moment lieber nicht beobachtet werden wollen."
Den Tieren ihre Würde lassen
Als Beispiel führt der Filmanalyst eine Szene der BBC-Reihe an, in der ein Narwal unter der arktischen Eisschicht gefilmt wurde. Das Tier weicht ganz offensichtlich vor der Kamera zurück. "Statt ihn alleine zu lassen berichteten die Filmemacher, ihre neue Kameratechnik erlaube es, das Tier weiter zu verfolgen. Man fragt sich stets, wie Tiere gefilmt werden sollen - nicht jedoch, ob es überhaupt angebracht ist", so Mills.
Es gehe um die Würde der Tiere, die der Filmexperte besonders dann verletzt sieht, wenn die Tiere in ganz privaten Momenten wie bei der Geburt oder beim Sex gefilmt würden. Und er ist mit dieser Meinung nicht allein. Im Interview sagte der Züricher Tieranwalt Antoine F. Goetschel: "Dem Tier wird durch das Filmen der Intimität kein messbares Leid zugefügt. Allerdings ist es eine Frage des Umgangs mit dem Tier, da es durch solche Aufnahmen sehr wohl verdinglicht und ein Stück auch erniedrigt wird."
Die Politik zieht mit
Und tatsächlich gibt es längst Empfehlungen diesbezüglich, auch aus der Politik. Bereits 1994 veröffentlichte das Europaparlament eine "Entschließung zum Wohlergehen und dem Status von Tieren in der Gemeinschaft". Dabei wird an die Filmwirtschaft appelliert, nicht unkritisch Szenen zu übertragen, die die Würde des Tieres verletzen. In der Schweiz ist die Würde des Tieres in der Bundesverfassung verankert.
Dennoch dürften solche Gedankengänge selbst manchem Tierfreund neu sein. Heißt also Tierschutz auch, den Tieren ethische Rechte zuzugestehen, die uns bei uns Menschen ganz selbstverständlich erscheinen? Die Tiere jedenfalls werden sich nicht selbst dazu äußern können.
(pb)
im unteren abschnitt ist das wort menschen falsch geschrieben da steht menschan kann ja mal vorkommen
Dennoch dürften solche Gedankengänge selbst manchem Tierfreund neu sein. Heißt also Tierschutz auch, den Tieren ethische Rechte zuzugestehen, die uns bei uns MENSCHAN ganz selbstverständlich erscheinen? Die Tiere jedenfalls werden sich nicht selbst dazu äußern können.
kompletter schwachsinn solche menschen die menschen mit tieren gleichsetzen gehören weg gesperrt. der logische schluss wäre irgendwann tiere mit menschen zu füttern oder sontiges. boar *grml*
Tier mit Menschen zu füttern? Wer wird denn da gleich den schwarzen Peter an die Wand malen? Auch wenn ich persönlich das nicht so formuliert hätte (Privatsphäre für Tiere) würde ich doch behaupten wollen das sie ein Recht auf einen Ort des Rückzuges haben..

03.05.2010 15:40
Gast
Meiner Meinung nach kann man Tiere und Menschen sehr gut gleichstellen.
Ich meine wer behandelt seinen Hund denn heutzutage nich wie ein Kind? Es gibt so viele Leute, die ihren Hund mit ins Bett nehmen und ihnen Gourmet Essen vorsetzen.
Einige Tiere sind schlau und ich denke nich, dass wir Menschen bis jetzt alles von ihnen wissen.
Man sollte ihnen schon ein wenig Privatsphäre schenken.
Ich meine, wollt ihr beim Sex beobachtet und fotografiert werden? Oder möchtet ihr ein Foto von euch auf dem Klo in der Zeitung sehen?
Ich denke nicht.
Ich meine wer behandelt seinen Hund denn heutzutage nich wie ein Kind? Es gibt so viele Leute, die ihren Hund mit ins Bett nehmen und ihnen Gourmet Essen vorsetzen.
Einige Tiere sind schlau und ich denke nich, dass wir Menschen bis jetzt alles von ihnen wissen.
Man sollte ihnen schon ein wenig Privatsphäre schenken.
Ich meine, wollt ihr beim Sex beobachtet und fotografiert werden? Oder möchtet ihr ein Foto von euch auf dem Klo in der Zeitung sehen?
Ich denke nicht.
Privatsphäre für Tiere... Ja, im gewissen Maße sollte es ein solches Recht geben. Für wissenschaftliche Zwecke sind zwar ein paar Aufnahmen z.B. bei der Geburt oder beim Sex wichtig, aber nicht unbedingt für jeden Dukumetarfilm im Fernsehen. Die Lebensweise ja, aber nicht alles. Die Lebensweise eines Menschen kennen wir auch, gehen aber nicht dann gleich ganz intim ins Detail, oder? Sollte es doch so sein, so wollen wir doch auch entscheiden können, ob ja oder nein!?
Und mal ganz nebenbei Hänzz: Wir sind auch nicht mehr als Tiere, die sich nur ziemlich weit entwickelt haben und den Großteil ihrer natürlichen Instinkte durch moderne Technik verloren haben! Wir waren auch mal alle "Affen" (und manche scheinen es immer noch zu sein...) Warum also nicht Menschen und Tiere miteinander vergleichen?
Und mal ganz nebenbei Hänzz: Wir sind auch nicht mehr als Tiere, die sich nur ziemlich weit entwickelt haben und den Großteil ihrer natürlichen Instinkte durch moderne Technik verloren haben! Wir waren auch mal alle "Affen" (und manche scheinen es immer noch zu sein...) Warum also nicht Menschen und Tiere miteinander vergleichen?
Ich fin es schwachsinnig naja wenn ein löwe nen mensch totet kommt er auch nicht für lebenslang im knast also auch keine gleichberechtigung....

04.05.2010 12:39
Gast
worüber sich die welt so gedanken macht... 
die menschen haben es sich doch eh angewöhnt alles für sich zu beanspruchen und kaputt zu machen...
Ich glaube nicht, dass sich bezüglich der privatsphäre der tiere etwas ändern wird... da es laut mensch ja eben nur tiere sind...
wehren können tiere sich sowieso nich dagegen...

die menschen haben es sich doch eh angewöhnt alles für sich zu beanspruchen und kaputt zu machen...
Ich glaube nicht, dass sich bezüglich der privatsphäre der tiere etwas ändern wird... da es laut mensch ja eben nur tiere sind...
wehren können tiere sich sowieso nich dagegen...
Ist das Lächerlich wenn Menschen nix zu tun haben disutieren sie über solche Gülle, Tiere kennen keine Privatssphäre die Intelligentesten haben den Geist eines 2 jährigen Kindes also bitte.
Diskutiert ma schön weiter über Privatssphäre der Tiere und stopft euch weiter die massengeschlachteten armen Viecher rein, sowas nenn ich ma Makaber
Diskutiert ma schön weiter über Privatssphäre der Tiere und stopft euch weiter die massengeschlachteten armen Viecher rein, sowas nenn ich ma Makaber

04.05.2010 15:27
Gast
Das Tiere ein Recht auf Privatsphäre haben ist allein deswegen schon "Sinnlos", da Tiere keinerlei Gefühlswelt kennen, die wir Menschen uns angeeignet haben.
Gefühle wie Hass oder Liebe (wie wir sie definieren) setzen voraus, dass Tiere ein Selbstbewusstsein haben.
Sie kennen keine Reue und haben niemals ein schlechtes Gewissen, wenn sie dieses oder jenes machen.
Tiere richten ihr gesamtes Handeln nur nach ihren eigenen Erfahrungen und Instinkten aus.
Wenn also ein Wal unter Wasser zurückweicht weil er gefilmt wird, dann nur weil es auf ihn befremdlich wirkt und er lieber Abstand hält von Dingen die er nicht kennt.
Auch beim Sex und der Geburt bei Tieren sind das keine "Intimen" Momente für die Tiere.
Wenn sie in dem Moment den Anschein erwecken, lieber allein gelassen werden zu wollen, dann nur weil sie in dem Moment Angreifbar und Schutzlos sind.
Wer meint das stimmt alles nicht, braucht sich nur mal in seiner Nähe umsehen.
Das beste Beispiel sind wohl unsere eigenen Haustiere.
Hunde machen z.B. kein Geheimnis daraus, wozu ihre "Triebe" sie leiten.
Wenn "er" eine läufige "sie" trifft, dann suchen sich die beiden nicht erst ein flauschiges Fleckchen, wo sie niemand sehen kann, weil sie nicht beobachtet werden wollen oder sich so dafür schämen. Nein. Er steigt direkt auf und Sie hält bereitwillig still, obwohl Herrchen sogar direkt daneben steht.
Hier also keine Spur von Schamgefühlen oder nötiger Privatsphäre.
Das Tieren das "Recht" eingeräumt werden soll, nicht in jeder Lebenssituation gefilmt werden zu dürfen, halte ich daher für sehr übertrieben.
Es spricht eher dafür, dass die Menschen, die so etwas planen und vorschlagen, scheinbar den Überblick darüber verloren haben, was eigentlich rein "menschliches Sozialverhalten" ist, das wir im Laufe unserer menschlichen Entwicklung objektiv als "moralisch und ethisch" vertretbar eingestuft haben.
Auch hierfür gibt es wieder ein gutes Beispiel.
Naturvölker, die letzten noch traditionell lebenden "Ureinwohner". Konfrontiert man sie mit unseren Moralvorstellungen, dann fragen sie sich einfach nur "Warum?".
In unserer Gesellschaft löst es schon Schamgefühle, ja sogar Empörung aus, wenn sich jemand unbekleidet in der Öffentlichkeit zeigt.
Naturvölker dagegen sehen in Kleidung nur Schutz vor Witterungsbedingungen oder laufen gar den ganzen Tag nackt herum ohne jedes Anzeichen von Scham.
Da Frage ich mich: Was müssen wir Menschen eigentlich noch alles kontrollieren und regeln?
Gefühle wie Hass oder Liebe (wie wir sie definieren) setzen voraus, dass Tiere ein Selbstbewusstsein haben.
Sie kennen keine Reue und haben niemals ein schlechtes Gewissen, wenn sie dieses oder jenes machen.
Tiere richten ihr gesamtes Handeln nur nach ihren eigenen Erfahrungen und Instinkten aus.
Wenn also ein Wal unter Wasser zurückweicht weil er gefilmt wird, dann nur weil es auf ihn befremdlich wirkt und er lieber Abstand hält von Dingen die er nicht kennt.
Auch beim Sex und der Geburt bei Tieren sind das keine "Intimen" Momente für die Tiere.
Wenn sie in dem Moment den Anschein erwecken, lieber allein gelassen werden zu wollen, dann nur weil sie in dem Moment Angreifbar und Schutzlos sind.
Wer meint das stimmt alles nicht, braucht sich nur mal in seiner Nähe umsehen.
Das beste Beispiel sind wohl unsere eigenen Haustiere.
Hunde machen z.B. kein Geheimnis daraus, wozu ihre "Triebe" sie leiten.
Wenn "er" eine läufige "sie" trifft, dann suchen sich die beiden nicht erst ein flauschiges Fleckchen, wo sie niemand sehen kann, weil sie nicht beobachtet werden wollen oder sich so dafür schämen. Nein. Er steigt direkt auf und Sie hält bereitwillig still, obwohl Herrchen sogar direkt daneben steht.
Hier also keine Spur von Schamgefühlen oder nötiger Privatsphäre.
Das Tieren das "Recht" eingeräumt werden soll, nicht in jeder Lebenssituation gefilmt werden zu dürfen, halte ich daher für sehr übertrieben.
Es spricht eher dafür, dass die Menschen, die so etwas planen und vorschlagen, scheinbar den Überblick darüber verloren haben, was eigentlich rein "menschliches Sozialverhalten" ist, das wir im Laufe unserer menschlichen Entwicklung objektiv als "moralisch und ethisch" vertretbar eingestuft haben.
Auch hierfür gibt es wieder ein gutes Beispiel.
Naturvölker, die letzten noch traditionell lebenden "Ureinwohner". Konfrontiert man sie mit unseren Moralvorstellungen, dann fragen sie sich einfach nur "Warum?".
In unserer Gesellschaft löst es schon Schamgefühle, ja sogar Empörung aus, wenn sich jemand unbekleidet in der Öffentlichkeit zeigt.
Naturvölker dagegen sehen in Kleidung nur Schutz vor Witterungsbedingungen oder laufen gar den ganzen Tag nackt herum ohne jedes Anzeichen von Scham.
Da Frage ich mich: Was müssen wir Menschen eigentlich noch alles kontrollieren und regeln?
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