Viele wünschen sich noch immer die Mauer zurück
City- & Szenenews
01.09.2010
Vor 20 Jahren wurde die deutsche Einheit vertraglich besiegelt. Doch der Sozialreport 2010 stellt fest, dass es noch immer diejenigen gibt, die sich die Mauer zurückwünschen. Derweil überschatteten die umstrittenen Äußerungen Matthias Platzecks den Festakt zum 20. Jahrestag des Einigungsvertrages.
Wie tagesschau.de berichtet, hat der Bundesverband Volkssolidarität den Sozialreport 2010 veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass neun Prozent der Ostdeutschen die DDR zurückwollen, elf Prozent der Westdeutschen wünschen sich die Mauer zurück.
Nur 40 Prozent der Deutschen sehen bestenfalls kleine Unterschiede zwischen Ost und West, ganze 56 Prozent sehen noch große Differenzen, die es auch in 50 Jahren noch geben könnte. Der Präsident des Bundesverbandes, Gunnar Winkler, stellte mit Besorgnis fest, dass 42 Prozent der Westdeutschen die negative wirtschaftliche Entwicklung weitestgehend der deutschen Einheit zuschreiben. "Es hat sich hier eine keineswegs produktive Atmosphäre des gegenseitigen Aufrechnens entwickelt", klagte Winkler. Davon gehe eine Gefahr für das gesellschaftliche Miteinander aus.
Zwar sind 60 Prozent mit ihrem Leben im Großen und Ganzen zufrieden, allerdings erwarten auch über die Hälfte der Befragten, dass sich die soziale Lage weiter verschlechtert.
Nicht nur Platzeck äußerte sich kritisch
Heftigen Widerspruch haben laut NWZ Online die Äußerungen des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthials Platzeck hervorgerufen. Er hatte beklagt, eine "Anschlusshaltung" auf westdeutscher Seite sei nach 1990 im Osten für viele gesellschaftliche Verwerfungen verantwortlich gewesen. Selbst Parteikollegen werfen ihm nun vor, damit einen Vergleich zum Anschluss Österreichs an Nazideutschland zu ziehen. Platzeck allerdings sieht keinen Grund, seine Äußerungen zurückzuziehen.
Bereits der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière hatte in den vergangenen Tagen mit Interviewäußerungen für Kritik gesorgt. Er sagte, die DDR sei zwar kein vollkommener Rechtsstaat, aber auch kein Unrechtsstaat gewesen. Sein Cousin, der heutige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte sich ähnlich geäußert: Deutschland hätte von der DDR "ruhig ein bisschen mehr übernehmen können als das Ampelmännchen oder den grünen Pfeil".
Unionsfraktionsvize Michael Kretschmer (CDU) hält die Wortwahl Matthias Platzecks für völlig unangebracht. "Die historische Leistung der Wiedervereinigung sollte nicht geschmälert werden, schon gar nicht durch einen amtierenden Ministerpräsidenten." Es seien schließlich Hunderttausende für die Wiedervereinigung auf die Straße gegangen. "Dies sollte auch Herr Platzeck nicht vergessen."
(pb)
Vor 20 Jahren wurde die deutsche Einheit vertraglich besiegelt. Doch der Sozialreport 2010 stellt fest, dass es noch immer diejenigen gibt, die sich die Mauer zurückwünschen. Derweil überschatteten die umstrittenen Äußerungen Matthias Platzecks den Festakt zum 20. Jahrestag des Einigungsvertrages.
Wie tagesschau.de berichtet, hat der Bundesverband Volkssolidarität den Sozialreport 2010 veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass neun Prozent der Ostdeutschen die DDR zurückwollen, elf Prozent der Westdeutschen wünschen sich die Mauer zurück.
Nur 40 Prozent der Deutschen sehen bestenfalls kleine Unterschiede zwischen Ost und West, ganze 56 Prozent sehen noch große Differenzen, die es auch in 50 Jahren noch geben könnte. Der Präsident des Bundesverbandes, Gunnar Winkler, stellte mit Besorgnis fest, dass 42 Prozent der Westdeutschen die negative wirtschaftliche Entwicklung weitestgehend der deutschen Einheit zuschreiben. "Es hat sich hier eine keineswegs produktive Atmosphäre des gegenseitigen Aufrechnens entwickelt", klagte Winkler. Davon gehe eine Gefahr für das gesellschaftliche Miteinander aus.
Zwar sind 60 Prozent mit ihrem Leben im Großen und Ganzen zufrieden, allerdings erwarten auch über die Hälfte der Befragten, dass sich die soziale Lage weiter verschlechtert.
Nicht nur Platzeck äußerte sich kritisch
Heftigen Widerspruch haben laut NWZ Online die Äußerungen des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthials Platzeck hervorgerufen. Er hatte beklagt, eine "Anschlusshaltung" auf westdeutscher Seite sei nach 1990 im Osten für viele gesellschaftliche Verwerfungen verantwortlich gewesen. Selbst Parteikollegen werfen ihm nun vor, damit einen Vergleich zum Anschluss Österreichs an Nazideutschland zu ziehen. Platzeck allerdings sieht keinen Grund, seine Äußerungen zurückzuziehen.
Bereits der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière hatte in den vergangenen Tagen mit Interviewäußerungen für Kritik gesorgt. Er sagte, die DDR sei zwar kein vollkommener Rechtsstaat, aber auch kein Unrechtsstaat gewesen. Sein Cousin, der heutige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte sich ähnlich geäußert: Deutschland hätte von der DDR "ruhig ein bisschen mehr übernehmen können als das Ampelmännchen oder den grünen Pfeil".
Unionsfraktionsvize Michael Kretschmer (CDU) hält die Wortwahl Matthias Platzecks für völlig unangebracht. "Die historische Leistung der Wiedervereinigung sollte nicht geschmälert werden, schon gar nicht durch einen amtierenden Ministerpräsidenten." Es seien schließlich Hunderttausende für die Wiedervereinigung auf die Straße gegangen. "Dies sollte auch Herr Platzeck nicht vergessen."
(pb)

01.09.2010 13:06
Gast
Einheit?! Man könnte ja mal meine Oma, gebürtige in Schlesien, fragen, was sie von "Einheit" hält!
ich werd es nicht mehr erleben,aber es wird sich mit sicherheit wieder teilen..........das was man noch deutschland nennt! aber diesmal in west und ost-kanackien.................
für mich ist die deutsche einheit ein beitritt der ehmaligen DDR zur BRD gewesen! und ich persönlich habe damit auch keinerlei probleme. das system der BRD war und ist nun mal das bessere als das der DDR.
und ich glaube das die meißten menschen wollten 1990 lieber die D-mark haben, als die aluchips zu behalten!
ich versteh gar nicht, warum da in der politik so terz drum gemacht wird, ob einheit oder beitritt? es war nun mal ein beitritt, jedenfalls aus meiner sicht, auch wenn er nicht so heißt! aber wo ist bitte das problem daran?
und ich glaube das die meißten menschen wollten 1990 lieber die D-mark haben, als die aluchips zu behalten!
ich versteh gar nicht, warum da in der politik so terz drum gemacht wird, ob einheit oder beitritt? es war nun mal ein beitritt, jedenfalls aus meiner sicht, auch wenn er nicht so heißt! aber wo ist bitte das problem daran?
Das ist doch wieder eines dieser Schwachsinnigen Themen die keine braucht und mit denen sich nur irgendwelche Futzis wichtig machen wollen.
Das ist echt lachhaft! oO
Das ist echt lachhaft! oO
Das was die Leute wollten war Reisefreiheit, Meinungsfreiheit und so weiter. Sie wollten sicher nicht alle zur BRD gehören.
@DanteMcLuz, du kannst es ja auch nicht nachvollziehen, denn du warst gerade mal nen jahr alt zur Vereinigung.
@DanteMcLuz, du kannst es ja auch nicht nachvollziehen, denn du warst gerade mal nen jahr alt zur Vereinigung.
Ich habe hie und da einen Menschen getroffen, der sich die Mauer zurück gewünscht hat.
Kommischerweise sind das die gleichen Menschen, die sich ihre Stasi AKte zu schicken haben lassen und sich über alles darin und über das System beschwert haben.
Ich sage da immer. Dann ziehen wir eine Mauer um dich herum und legen einen Deckel drauf!


Kommischerweise sind das die gleichen Menschen, die sich ihre Stasi AKte zu schicken haben lassen und sich über alles darin und über das System beschwert haben.
Ich sage da immer. Dann ziehen wir eine Mauer um dich herum und legen einen Deckel drauf!



Wichtig ist denke ich die Frage nach dem Warum?
Sicher nicht weil die Leute die Stasi wiederhaben wollen oder so. Es sind ganz einfache Gründe die die Menschen zu solchen Wünschen kommen lassen.
Sicher nicht weil die Leute die Stasi wiederhaben wollen oder so. Es sind ganz einfache Gründe die die Menschen zu solchen Wünschen kommen lassen.
Ganz gewiss ist es einzig und alleine der Frage Warum zuzuschreiben,denn das die Ostdeutschen Menschen damals auf die Straße gegangen sind liegt nun ganz sicher nicht daran das sie das System der BRD komplett besser als das der DDR fanden.Zumal es für sie sehr schwer zu durchschauen war geschweige denn es überhaupt einmal kennen gelernt zu haben.Nein die Gründe waren wie Andreas aus Schwerin schon gesagt hat andere.
Der große Schock kam als es dann soweit gewesen ist und die Bürger der DDR lernen mussten mit einem anderen System umzugehen.Es entstanden so einige Fehler bei dem Versuch sich anzupassen und dem für die Ostdeutschen neuen System eine gutmütige Chance zu geben.Denn leider stimmte die Moral der Westdeutschen nicht mit der Moral der Ostdeutschen überein.ES fehlte praktisch eine gewisse Übergangszeit die für ein gerechteres Handeln nötig gewesen wäre.Sicher hätten sich beide Seiten zusammen ergänzt und es würden heute weniger unklarheiten exestieren.
Der große Schock kam als es dann soweit gewesen ist und die Bürger der DDR lernen mussten mit einem anderen System umzugehen.Es entstanden so einige Fehler bei dem Versuch sich anzupassen und dem für die Ostdeutschen neuen System eine gutmütige Chance zu geben.Denn leider stimmte die Moral der Westdeutschen nicht mit der Moral der Ostdeutschen überein.ES fehlte praktisch eine gewisse Übergangszeit die für ein gerechteres Handeln nötig gewesen wäre.Sicher hätten sich beide Seiten zusammen ergänzt und es würden heute weniger unklarheiten exestieren.
Genau so ist das auch, ich stimme dir da uneingeschränkt zu. Und die Menschen die die Mauer wieder haben wollen, sehnen sich wie ich denke, in aller erster Linie nach dem Zusammenhalt und der gegenseitigen Hilfe die es damals gab. Sie kommen mit dem jetzigen, gegenseitigen Neid nicht klar.
Die BRD hätte bei einer "Wiedervereinigung" gewiss nicht schlecht daran getan Dinge aus der DDR zu übernehmen. Siehe Bildung (alle hatten das gleiche Mathebuch) und so weiter.
Da ist es ja fast schon ein Wunder, daß die Bürger der alten Bundesländer nun auch bei rot rechts abbiegen dürfen weil der grüne Pfeil seinen Weg in die gemeinsame BRD gefunden hat.
Die BRD hätte bei einer "Wiedervereinigung" gewiss nicht schlecht daran getan Dinge aus der DDR zu übernehmen. Siehe Bildung (alle hatten das gleiche Mathebuch) und so weiter.
Da ist es ja fast schon ein Wunder, daß die Bürger der alten Bundesländer nun auch bei rot rechts abbiegen dürfen weil der grüne Pfeil seinen Weg in die gemeinsame BRD gefunden hat.
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